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Samstag, 4. April 2015

Keep your hate to yourself

Dickenfeindlichkeit und Diskriminierung sind etwas, dass in Medien und Alltag in verschiedenen Ausprägungen immer gern offen zeigen. Auch ich habe viel davon verinnerlicht und muss mir manche Dinge immer wieder bewusst machen und mein Verhalten reflektieren. Ich weiß nicht, ob sich irgendein dicker Mensch tatsächlich davon frei sprechen kann, (unfreiwilliger) Teil dieser Strukturen zu sein. Ein leises Stimmchen im Hinterkopf, das am hart erarbeiteten Selbstbild zweifeln lässt. Tage an denen eins sich einfach nicht wohl in der eigenen Haut fühlt. All das kommt vor und ist auch kein Weltuntergang. Die Zahl der Menschen auf der Welt, die an jedem einzelnen Tag mit sich selbst im Reinen sind, dürfte wohl verschwindend gering sein. Das Problem ist, wie damit nach Außen hin umgegangen wird. Vor allem bei Dicken gegenüber anderen Dicken.

Öffentlich negativ über den eigenen dicken Körper zu schreiben/sprechen, ist ebenfalls Fat Shaming. Indem der eigene Körper abgewertet wird, werden automatisch alle ihm ähnlichen Körper mit abgewertet und das ist auch in diesem Fall nicht okay.
Natürlich gibt es keinen Zwang, den eigenen Körper zu mögen oder zu lieben, aber dieses Verhalten verletzt andere und das ist nicht durch Selbsthass zu entschuldigen. Auch nicht, wenn es nicht die Intention war, zu verletzen. Es trägt genauso zu einem dickenfeindlichen Klima bei wie Fat Shaming und Diet Talk überall sonst. Es spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, welche Figur die Person hat, die solche Botschaften aussendet.

Der nach außen getragene Dickenselbsthass äußert sich an verschiedenen Stellen. Ob es nun als "Ich bin auch dick, aber das würde ich niemals anziehen" neben Facebook-Fotos neuer  Modekollektionen auftritt, die nicht aus den üblichen "vorteilhaften" Tuniken bestehen, oder als "Ich bin auch dick, also darf ich das sagen" beim Abwerten dicker Körper. In body postiven Kontexten, in denen gleichzeitig vor gesundheitlichen Folgen gewarnt wird. Nach/während Gewichtsabnahme mit "Ich hab mich selbst belogen, aber jetzt tue ich was und ihr müsst das auch!" oder in jedem tadelnden Blick für ermeintlich "zu viel" gezeigte Haut.
Ich möchte nicht Menschen dafür verurteilen, weil sie sich nicht wohl fühlen, aber das negative Selbstbild auf andere zu projizieren ist durch nichts zu entschuldigen. Fat Shaming ist nie in Ordnung. Genauso wenig wie die eigenen Unsicherheiten auf andere zu übertragen und ihnen dasselbe negative Körperbild aufdrücken zu wollen. Eigene Körpererfahrungen sind nicht allgemein gültig. Weder meine, noch eure.

Einen großartigen (englischen) Text zum Status quo der Fatosphere hat übrigens Kath geschrieben. Große Leseempfehlung!

Mittwoch, 6. November 2013

Guido, wir müssen reden!

Meine Twitterfollower wissen, dass ich hin und wieder gern Shopping Queen auf Vox mit Guido Maria Kretschmer schaue. In letzter Zeit allerdings deutlich weniger gern und das hat auch Gründe.

Diese Woche ist die Sendung auf den bisherigen Tiefpunkt zugesteuert. Es ist mal wieder Dickenwoche. Über Sinn oder Unsinn einer eigenen Plus Size Sendung kann eins sich  streiten, immerhin haben so alle Kandidatinnen ähnlich wenig Möglichkeiten, dank der mickrigen Auswahl in deutschen Innenstädten. Es ist nicht die erste Woche, in der Plus Size Kandidatinnen teilnehmen, aber bisher war es noch nie so extrem schlimm. Vielleicht sinken die Quoten, vielleicht meint die Redaktion sie müsse da mal ein bisschen Schwung rein bringen, ich weiß es nicht. Fest steht: Ich werde die Woche noch zu Ende schauen und dann erst mal eine lange, lange Auszeit von der Sendung nehmen.

Von Beginn an wurde zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit betont dass die Kandidatinnen dick sind (könnte ja vielleicht jemand übersehen...), inklusive aller Klischeebezeichnungen, jede wurde nach Essverhalten und Diäterfahrungen (inklusive thinspo-Methoden) befragt, es gab anekdotenhafte Beschreibungen von Diskriminierung, die allerdings von der Kandidatin weggelacht wurde. Das ist in den "normalen" Sendungen nicht der Fall, Essen und Gewicht werden dort höchstens im Nebensatz thematisiert. Abgesehen vom "Stylecheck" am Anfang der Sendung, bei dem Größe/Alter/Konfektions-/Schuhgröße/Gewicht aufgelistet werden und wo Guido kurz den Stil der Kandidatinnen bewertet und Tipps zu ihrem Figurtyp gibt. Auch nicht schön, aber immerhin wurde sich hier meist auf positives konzentriert. (Nachdem Guidos Buch zum Thema Figurtypen kürzlich erschienen ist, sehe ich das allerdings noch sehr viel kritischer. Das passt doch zu gut zusammen.) Diese Woche sah der Stylecheck allerdings in etwa so aus "Ab dem Knie hat sie ja echt tolle Beine und schön schlanke Fesseln. An jeder dicken Frau ist ja auch irgendwas hübsches. Die Haare, oder der Busen oder so." Danke Guido, dass ich mir jetzt irgendwas an meinem Körper aussuchen soll, das hübsch ist und dann noch sowas absurdes wie Fesseln! Auch zu sagen "In ihr steckt ja eine Dünne!" finde ich perfide und abwertend.

Die Gruppe selbst wirkt ungewöhnlich aufgekratzt und fröhlich. Das mag nun daran liegen, dass da halt 5 besonders fröhliche Frauen zusammen gekommen sind, die einen ähnlichen Humor haben und Spaß zusammen hatten, oder aber es sollte hier das Stereotyp des "lustigen Dicken" bedient werden. Dazu passen würden solche Auswüchse wie die Szene, in der die Kandidatinnen durch einen Garten gehen mit der Ansage "Lasst uns mal was zu Essen suchen!". Sie haben dann eine einzelne Erdbeere gefunden und die geteilt und mit einer großen Portion Schlagsahne gegessen. Das hat mich einigermaßen schockiert, weil eins so etwas von anderen Formaten zwar leidlich gewohnt ist, aber Shopping Queen bisher immer sehr wenig bis gar nicht gescriptet wirkte und mich normalerweise nur in Ausnahmefällen zum seufzen bringt. Die Zeiten scheinen leider vorbei zu sein.

Guidos Kommentare waren schon immer etwas scharfzüngig und tendenziell wertend und an der Grenze zum Beleidigenden. Dabei allerdings immerhin charmant und ich hatte nie wirklich das Gefühl dass die Kandidatinnen bewusst abgewertet wurden. Ich muss gestehen, ich mag Guido eigentlich sehr gern, umso trauriger finde ich das alles. Mittlerweile wirkt er allerdings zunehmend intolerant was Frauenkörper anbelangt, die nicht seinem Idealbild entsprechen. Ich kann seinen Anspruch als Designer, Frauen mit seiner Kleidung möglichst gut aussehen zu lassen zwar verstehen, aber Aussagen dass frau eine bestimmte Körperform (hint: sehr schlank) bräuchte um etwas tragen zu können, ist absolut nicht vertretbar und einschränkend. Wie er die heutige Kandidatin bewertet hat, kam es schon nah an einige der üblichen fettphoben Kommentare auf Twitter, die es bei solchen Sendungen immer gibt. Auch wenn das Kleid wirklich überhaupt nicht saß und gut aussah rechtfertigt keine Rants die letztlich die Kandidatin abwerten.
Außerdem gehen mir die Themen zunehmend auf die Nerven. Viel zu oft geht es darum zu beeindrucken, verführen, sexy zu sein. Natürlich meistens für Männer, weil wir Frauen tun ja grundsätzlich alles nur für Männer und wenn nicht, dann um andere Frauen neidisch zu machen und besser als sie zu sein. Heteronormativer Konkurrenzscheiß, bäh!

Ich bin wirklich sehr enttäuscht, weil ich die Sendung immer gern gesehen habe, aber wenn ich die Reproduktion von Vorurteilen, alberne Stereotypisierungen und Bevormundung von (dicken) Frauen sehen will, dann kann ich das nahezu überall in den Medien finden und brauche keine Sendung die mich unterhalten soll dazu.

Donnerstag, 28. März 2013

FAtQ

Ernähren sich alle Dicken ungesund, sind faul und träge?

Nein. Es gibt natürlich Dicke, die keinen Sport treiben, ebenso wie Dicke, die sich nach gängingen Vorstellungen ungesund ernähren. Genauso gibt es Dicke, die sich bewusst gesund ernähren und sportlich sind. Oder ein Mischmasch aus diesen Punkten. Genau wie bei den meisten anderen Menschen unseres Kulturkreises.

Gibt es gute und schlechte Dicke?

Nein! Der Wert eines dicken Menschen ändert sich nicht, ob er/sie sich gesund ernährt (wobei die Ideen was gesunde Ernährung ist, ohnehin weit auseinander gehen) und Sport macht. Die Idee, dass man als dicker Mensch härter an sich arbeiten müsse, als als dünner ist schlichtweg Blödsinn. Niemand muss irgendetwas mit seinem Körper machen, nur weil er eine bestimmte Körperform hat.

Muss man sich nicht schämen, wenn man dick ist?

Kein Stück! Die Ursachen für Übergewicht sind vielfältig, aber keine davon ist besser oder schlechter als die andere. Muss man sich schämen, wenn man groß oder klein ist? Seine Haare färbt? Mit den Ohren wackeln kann? Eine Brille trägt statt Kontaktlinsen?  Gerne Musik hört? Nicht gerne Musik hört? Nein? Gut, warum sollte man es dann tun, wenn man dick ist?

Ich mag aber keine dicken Menschen!

(Das ist nicht mal eine Frage!)
Es gibt natürlich immer Merkmale an Menschen, die anderen Menschen nicht gefallen. Das ist grundsätzlich auch nichts schlimmes, solange man nicht versucht anderen seine Meinung aufzuzwingen, sie herab zu werten, zu diskriminieren, zu stigmatisieren, zu mobben, etc.

Warum könnt ihr nicht einfach abnehmen?

"Einfach" abnehmen gibt es tatsächlich so nicht. Für die meisten ist es ein harter Kampf gegen den eigenen Körper und sich selbst und das meistes vergebens. Diäten funktioieren nicht und am Ende hat man mehr Gewicht, als man vor der Diät hatte. Lebenslang gegen sich kämpfen oder seinen dicken Körper akzeptieren? Gesund sein kann man trotzdem.

Gibt es etwas, dass ich nicht anziehen darf, wenn ich dick bin? Muss ich Farben meiden? Kleider? Enge Schnitte? Muss man sich vorteilhaft kleiden?

Nein. Nein. Nein. Nein. NEIN! Und vorteilhaft ist Schwachsinn.

Wieso ist vorteilhaft Schwachsinn?

Weil vorteilhaft in den meisten Fällen dünner bedeutet. Sieht man mit 120kg in einem "vorteilhaften" schwarzen Sack dünn aus? Wenn das irgendein Schneider der Welt hinbekommt, verdient er einen Orden.
Vorteilhaft heißt meistens auch unscheinbar, es entspringt der Geisteshaltung, dass man als dicker Mensch gefälligst verschämt und ständig auf Diät zu sein hat. Sich nicht toll finden und laut und bunt und schräg sein darf, wenn man will. Am Ende noch selbstbewusst, wo kommen wir denn da hin?

Wieso machst du hier überhaupt Werbung für's Dicksein und stellst das in einem positiven Licht dar?

Kein einziger dicker Blogger möchte andere Menschen dazu animieren zuzunehmen. Niemand möchte seine Leser dazu verführen jetzt auch dick zu werden. Wo wäre da auch der Nutzen?
Eine positive Selbstdarstellung von dicken Menschen in größeren Rahmen ist längst überfällig. Wobei positiv trifft es da auch nicht ganz. Eine Darstellung die nicht auf Vorurteilen, Klischees, Stigma und diskriminierendem Schwachsinn basiert trifft es eher. Wir müssen davon weg kommen Dicke entweder als bedauernswerte Trauerkloße oder als lustige Spaß-Wuchtbrummen darzustellen. Wir sind normale Menschen und verdienen dieselbe Behandlung wie alle anderen Menschen auch!
Wenn die bloße Darstellung als Mensch, der Spaß an Mode, am Leben, am Essen hat und der mit sich im Reinen ist, schon solche Gedanken hervorruft, dann läuft irgendwas grundlegend falsch!

Aber man kann sich doch nicht mögen, wenn man dick ist! DAS GEHT DOCH NICHT!! UND DENK DOCH MAL AN DIE SPÄTFOLGEN!!!

Tatsächlich ist nicht in Stein gemeißelt, dass man chronische Krankheiten bekommt, überhaupt krank wird, oder früher stirbt. Zu anderen geht das niemanden außer mich selbst etwas an. Und selbst wenn: Niemand schuldet es anderen gesund und fit zu sein. Gibt es ein deutsches Wort für "ableism"?

Aber wir alle müssen doch dafür zahlen?!

Interessanterweise wird selten gesagt: "Aber du rauchst doch, wie kannst du das tun, wenn ich dann für dich zahlen muss?" Dasselbe gilt bei Menschen, die viel Sport treiben (Verletzungsgefahr), Diäten halten (ungesund und Möglichkeit eine Essstörung zu entwickeln), Menschen mit chronischen Krankheiten, etc. Warum wird ein (Leistungs-)Sportler, der seinen Körper "schindet" und evtl sogar mittels Doping den Effekt seines Trainings verstärken will gefeiert, während ein dicker Mensch sich für seine bloße Existenz rechtfertigen muss. Hallo Doppelmoral!

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie kann ich mein Verhalten gegenüber dicken Menschen verbessern?

Bravo! Hier sind ein paar nützliche Tipps.
Für den Anfang begegne ihnen doch mit Respekt und wenn du dir nicht sicher bist, frag doch einfach, hör zu und lerne!


to be continued

Dienstag, 26. März 2013

Reclaim your body

Dieser Post ist in den letzten Wochen langsam gewachsen, ich habe viel daran geschrieben, viel wieder gelöscht und ich hoffe, dass ich halbwegs ausdrücken kann, was mir auf dem Herzen liegt.

Die Sache ist die, dass ich eigentlich nie wirkliche Probleme damit hatte, wie mein Körper ausgesehen hat. Als dünnes, hübsches Kind mit langen Locken schon mal gar nicht (wie oft ich gehört habe, ich würde wie eine Puppe aussehen...) und als ich dann ab der dritten Klasse pummeliger wurde, hat mich selbst das eigentlich nie gestört. So war eben mein Körper und das war auch vollkommen in Ordnung so. Doch so ab der sechsten Klasse war dann irgendwie alles anders. Die Schonzeit der Kindheit war vorbei und so blieb auch ich nicht davon verschont auf Grund meines Körper beurteilt zu werden. Traurigerweise muss ich mich wohl glücklich schätzen, dass das nicht schon vorher passiert ist. Auf jeden Fall war es von da ab irgendwie unheimlich wichtig, wie ich aussehe. Wieviel ich wiege. Welche Kleidung ich trage. Gut, ich war immer etwas schüchtern und "socially awkward", was mir den Umgang mit anderen Kindern/Jugendlichen immer etwas schwer gemacht hat, aber Fakt ist, dass sehr oft mein Körper thematisiert wurde.

Das ist heute nicht anders, nicht nur, aber vor allem als Frau sieht man sich ständig Schönheitsidealen ausgesetzt. Vorallem von Medien und Werbung wird auf uns eingedroschen. Zu dick, zu dünn, zu groß, keine perfekte Haut, zu wenig Make-up, zu viel Make-up, krumme Nase, zu viele Schönheits-OPs. Man kann nicht mal ansatzweise versuchen all diesen Idealen zu folgen, weil sie sich derart widersprechen und ständig ändern. Nicht nur, dass die Sichtweise was erstrebenswert ist und was nicht völlig subjektiv ist, sollte man zudem nicht vergessen, dass ganz ganz viele dieser Dinge von der Industrie gesteuert werden. Natürlich haben sie ein Interesse daran, dass die Menschen dünn sein wollen und versuchen möglichst schön zu sein - sie verdienen daran. Sie verdienen sich sogar dumm und dämlich daran! Das Perfide ist, dass sie es geschafft haben uns so einzuwickeln, dass wir auch noch "Hurra" schreien, wenn wieder eine neue Diät, Trendsportart, Wundermittel etc. am Horizont auftaucht.

Wenn ich mich in meiner eigenen Filterbubble (Twitter und Blogs) so umschaue, schwimme ich auf einer Welle von Akzeptanz und Verständnis. Fat Acceptance, Body Positivity, feministische Blogs - da ist sicher auch nicht alles perfekt und es gibt jede Menge Diskussionsbedarf, aber es hat mir in den letzten Monaten extrem den Rücken gestärkt und mein Weltbild erweitert.

Umso krasser und erschreckender ist es allerdings, wenn ich dann außerhalb dieser sicheren Gefilde auf Fatshaming, Bevormundung und Diskriminierung stoße. Besonders traurig finde ich es, wenn diese aus den vermeintlich eigenen Reihen kommt. Natürlich hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung und kann mit seinem Körper machen, was er will, aber wenn dabei impliziert oder ausgedrückt wird, dass nur dies der einzig richtige Weg ist, finde ich das fatal.

Für mich bedeutet Plus Size Bloggerin zu sein, nicht nur Mode zu präsentieren und nett in die Kamera zu lächeln. Ich möchte mich hier auch nicht rechtfertigen müssen, wieso ich dick bin oder relativieren und erzählen, dass ich mich ja eigentlich total gesund ernähre und viel Sport treibe (was ich nicht immer bzw gar nicht tue). Ich finde das einschränkend und unnötig. Die politische/gesellschaftliche Komponente, ist mir mindestens genauso wichtig, wie der reine Modeaspekt.* Als dicker Mensch selbstbewusst zu sagen "Ich bin wie ich bin und muss mich nicht rechtfertigen" ist eine größere Sache, als es zunächst scheint, viele fühlen sich allein dadurch schon provoziert und meinen sie müssten das niedermachen.

Eigentlich ist es doch ganz "einfach":
Niemand hat sich dafür zu entschuldigen oder zu rechtfertigen was er ist und wie er aussieht. Niemand hat das Recht  daran Kritik zu üben und anderen seine Meinung aufzuzwingen. Niemand muss gesellschaftliche Normen erfüllen, wenn es um den eigenen Körper und den Lebenswandel geht. Die vorherrschende Meinung ist nicht immer richtig, es lohnt sich alles zu hinterfragen.
Es ist euer Körper und ihr allein entscheidet was ihr damit tut, egal wie unverständlich/dumm/ungesund/unvernünftig etc. eure Entscheidungen von anderen emfpunden werden.

Für mich sind das mittlerweile grundlegende Dinge, auch wenn ich mich nicht immer genug daran halte und teilweise vorschnell urteile, aber wichtig ist doch, dass man sich dessen bewusst ist und daran arbeitet. Seid nett und respektvoll zueinander, das ist mein etwas naives Schlusswort.


*Wobei ich tatsächlich viel zu wenig dazu in meinem Blog schreibe, weil ich finde andere können das immer viel besser, fundierter und eloquenter ausdrücken. :/