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Samstag, 27. Mai 2017

Kiss kiss, bang bang!

Ja, ich weiß. Hier war seeeeehr lange Ruhe. Aber irgendwie hatte ich heute spontan Lust ein paar Outfitfotos zu machen und dann brauche ich natürlich auch einen Ort, an dem ich sie zeigen kann.
Ironischerweise war der letzte Post über die Beth Ditto Kollektion und meine Kritik daran und der heutige Post dreht sich um ein Kleid aus eben genau dieser Kollektion. Meine Kritik besteht weiterhin und ich bin immer noch nur halb glücklich damit, aber bei einem 80% Sale, weil der Shop auf unbestimmte Zeit geschlossen wird konnte ich nicht widerstehen- Vorallem weil ausgerechnet eines meiner Lieblingsteile in meiner Größe noch nicht ausverkauft war.

Lange Rede kurzer Sinn, nachdem es fast 200$ billiger war MUSSTE ich es haben. Die Qualität ist wirklich sehr gut und es ist eines der am besten geschnittene Teile, die ich je besessen habe. So gesehen mag der Preis tatsächlich gerechtfertigt gewesen sein. Mir aber trotzdem zu hoch.



 Beth Ditto Lip Stick Traces dress, / Schuhe & Sonnenbrille: Primark

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie es mit dem Blog weiter geht... Ich weiß es noch nicht. Ich hatte ganz lange keine Lust auf Outfitposts und ebenfalls keine mich dauernd zu wiederholen, weil Fettfeindlichkeit einfach sehr, sehr hartnäckig ist. Also mal schauen, wenn ich weiter Lust habe und nicht nur in Skinny Jeans/Shirt/Karohemd unterwegs bin, gibt es hier vielleicht bald noch mehr zu sehen. Stay tuned.

Montag, 6. Juli 2015

I carried a watermelon purse

Nach gefühlten 17.000 Jahren gibt es endlich mal wieder einen Outfitpost von mir. Es war die letzten Tage ja nahezu unerträglich heiß und die meiste Zeit war ich froh, wenn ich möglichst wenig an hatte. Heute ging es etwas und da ich mein Outfit und mein Kleid so toll finde, habe ich die Gelegenheit direkt genutzt. In den nächsten Tagen soll es zwar bei uns in der Ecke wieder deutlich kühler werden, aber falls ihr dennoch gute Tipps sucht um als dicker Mensch den Sommer zu überleben, schaut doch mal Katrin rein.
Wo ich gerade dabei bin Werbung zu machen: Rachele hat die Fat Pals ins Leben gerufen. Ein fett- und bodypositives, feministisches Projekt um sich mit anderen Dicken zu vernetzen und schöne Dinge zu teilen und für gegenseitiges Empowerment. Ich habe mich heute endlich angemeldet und bin schon sehr gespannt!

Jetzt zu meinem Outfit. Das Kleid, das ich trage, ist tatsächlich aus dem "normalen" H&M. Eine XL, die mir bestens passt. Schon erstaunlich, dass sie tolle Oversize-Sachen machen können, zu einem okayen Preis, während für Plus Size meist nur die ollen Gurken übrig bleiben, die gleich mal 30% mehr kosten, obwohl es die gleiche Menge an Stoff ist. Ich werde auf jeden Fall in Zukunft öfter mal schauen, ob ich nicht doch in Teile passe, an denen ich sonst traurig vorbei schlurfen würde. Die zuckersüßen Ketten könnt ihr auf meinem Instagram nochmal genauer sehen.

 Dress: H&M / Sandals: C&A (old) / Belt: from another dress / Bag: H&M (old) / Sunglasses: New Look / Necklace: gifted




Zum Abschluss noch Werbung in eigener Sache: Die Fatty Challenge ist diesen Monat am 19.7. und thematisch geht es wieder an den Strand. Macht gern und zahlreich mit!

Donnerstag, 31. Juli 2014

Warum "Dann mach's doch selbst!" nicht immer die Antwort sein kann

Dieser Satz fällt früher oder später in fast jeder Diskussionen über Kleidung in Größen, die nicht jeder Laden abdeckt oder als Antwort darauf, wie mensch sich einkleiden kann und fair einkaufen möchte, sich aber Fairtrade nicht leisten kann. Wer selbst näht, kennt die Antwort darauf sicher bereits, für alle anderen drösele ich das jetzt mal relativ praxisnah (zur Erinnerung: Ich lerne Modedesign und dabei auch schneidern.) auf.

Zunächst mal: Nein, es ist nicht "total einfach" nähen zu lernen. Nein, es geht nicht mal eben so nebenher. Ein paar schiefe Nähte in Stoff zu bekommen, mag für viele noch kein großes Hindernis sein. Ein fertiges, tragbares Kleidungsstück herzustellen, das aus mehreren Teilen zusammen gesetzt wird, ist allerdings eine ganz andere Sache. Es erfordert Übung, es erfordert das Aneignen von Wissen, das Erlernen verschiedener Techniken. Mitunter braucht es Probestücke und nicht alle Fehler können korrigiert werden, das heißt es passiert durchaus, dass am Ende nur ein hübscher Putzlappen heraus kommt. Nähen frisst Zeit, die muss also erst mal vorhanden sein, neben Arbeit/Familie/alltäglichen Verpflichtungen.

Der Punkt, an dem ich fast schon lachen muss, ist, wenn Menschen erzählen, dass es günstig(er) sei zu nähen. Nichts, aber auch gar nichts am nähen ist günstig. Das lässt sich am besten zeigen, indem eins sich anschaut, was für den Prozess so gebraucht wird.

Grundlage ist eine Nähmaschine. Mein kleines Ikea Maschinchen hat 80€ gekostet. Ich will ein Tshirt aus Stretchstoff (z.B. Jersey) nähen? Geht damit nicht wirklich, ich brauche eine Overlock-Maschine  kostet so ab 200€ (bis zu 600-700€ für Haushalts(!)geräte, ich habe noch keine, u.a. weil ich sie mir bisher nicht leisten konnte). Schneiderpuppe? Meine (nicht mal größenverstellbar) lag bei 80€, verstellbare die nicht gleich auseinander bzw umfallen kosten auch schnell mal 200€. Stoffschere? Maßband? Stecknadeln? Hatte ich zum Glück schon vorher günstig gekauft, 15€ für ein Nähset von Ikea. Dafür ist die Schere aber auch in der Mitte stumpf umd schwergängig. Anderes Modell? Zwischen 15-50€. Taillenmaßband 6€. Brauchte dann leider doch noch andere Stecknadeln, wieder 5€ weg.

Für die Ausbildung brauchten wir zum Üben jede Menge Baumwollstoff, der war günstig, 5€ der Meter, insgesamt 75€, 5m Futterstoff 45€, 5m Vlieseline (zum Verstärken von Revers etc.) 20€. Reißverschlüsse wie wir sie für unsere Übungen und Übungsröcke brauchen? Ab 2,50€ das Stück im Laden (Nahtverdeckte mehr), günstig online ergattert und 9€ für 50 Stück bezahlt, natürlich dafür nicht so hochwertig. Mein Bügeleisen hat nur 3€ gekostet, taugt aber auch nicht viel. Das Bügelbrett war ein Geschenk, Glück gehabt, beides braucht es nämlich auch zum Nähen.

Als Beispiel für einen ganz simplen Rock, den ich für mich nähen wollte: Stoff der mir gefällt, Futter und Gummiband gekauft -> 40€ weg und noch nichts genäht. Wenn ich ein Schnittmuster brauche, kommen da nochmal ca. 10€ drauf. (Download ist billiger erfordert aber Internetzugang, einen Drucker und viel Zeit.) Modische Stoffe mit aktuellen Farben/Mustern sind teuer. Beispiel: Ich wollte mir eine  Leggings mit Galaxyprint nähen. Der entsprechende Stoff in meinem Stoffladen kostete 70€ pro Meter, das hatte sich also direkt wieder erledigt. (Und? Schon mal eine popelige Leggings für über 70€ im Laden gesehen?)

Selbst wenn ich für all das jetzt das Geld ausgegeben habe, weiß ich immer noch nicht, wie die Nähmaschine funktioniert, wie der Faden eingefädelt wird, wie ich die obere und untere Fadenspannung einstellen muss, welchen Stich ich brauche, wie ich die Teile zusammen bringe. Ich muss auf den Fadenlauf achten, wenn ich den Stoff mithilfe des Schnitts zurecht schneide. (Auf dem Boden, weil es viel Platz braucht, oder auf einem sehr großen Tisch, den ich auch erst mal brauche und den Platz dazu.)

Übertritt, Untertritt, Kellerfalte, Doppelsteppstich - um diese Begriffe zu kennen und einordnen zu können braucht es einen Nähkurs, oder zumindest entsprechende Bücher, oder Intenetanleitungen, in die ich mich dann erst einlesen muss. Das erfordert alles Zeit, Ressourcen, Internetzugang und natürlich auch Geld.

Für den Anfang ist es einfacher fertige Schnittmuster zu benutzen, die natürlich wieder etwas kosten und was besonders hilfreich ist: Das Größenproblem gibt es hier auch. Der Großteil der Schnitte hört, wie die handelsübliche Konfektionsware, in den 40er Größen auf.

Da ich momentan ja selbst nähen lerne, kann ich sagen, dass es Gold wert ist eine Person zu haben, die dabei ist, Fragen beantworten und Hilfestellungen geben kann. Manchmal sind Fehler eben nicht so offensichtlich und es kostet dann einige Nerven heraus zu finden was falsch lief. Alleine zu Hause wäre ich nie so weit gekommen und dort habe ich auch keine hochwertige Bügelstation mit verschiedenen Hilfmitteln, keine Bügelpresse, keine Industrienähmaschine mit der es sich natürlich viel besser arbeiten lässt als mit meinem Ikea Maschinchen (kostet allerdings auch locker das 20-fache).

Wir hatten übrigens in der ersten Woche ein reines Nähpraktikum, in dem wir nur die Maschinen ausprobiert und verschiedene Nähte und Säume geübt haben, sonst nichts. Weil das ja alles so easy ist.
Eigene Schnitte erstellen? Dazu haben wir ein eigenes Fach, eigentlich sogar zwei. Erfordert einen Schneiderwinkel (22€) und jede Menge(!) Seidenpapier, dass wir in der Schule bekommen, das im Laden aber natürlich kostet. Schnitte zu erstellen ist eine fummelige Arbeit, die es erfordert mit den entsprechenden Maßen auszurechnen, wie das Kleidungsstück auszusehen hat.

Auf dieses Thema komme ich heute übrigens im Zuge einer Diskussion über bewussten Kosum auf Twitter, mit dem Aufruf, keine "Billigmode" zu kaufen. Dass dies allerdings nicht für alle einfach so funktioniert haben viele dann klar gestellt. Irgendwann wurde dann vorgeschlagen doch selbst zu nähen, was in diesem Zusammenhang nicht wirklich Sinn macht. Nightlibrarian Anna brachte mich dann auf die Idee das alles auch mal finanziell aufzudröseln. Was etwas schwierig ist, da meine Ausbildung ja nicht nur aus Nähunterricht besteht und das somit nicht ganz zu trennen ist. Außerdem kommt noch "Kleinkram" dazu wie Kreidestifte, Boxen für besagten Kleinkram, Garn, Nähnadeln, Knöpfe, Fadenauftrenner etc. pp dazu, den ich wirklich nicht mehr genau benennen kann. Es summiert sich allerdings und ich denke, es wird trozdem klar, dass selber nähen keine generelle und schon gar keine günstige Alternative ist um sich einzukleiden.
Warum es generell nicht so einfach ist "Billigmode" zu boykottieren hat Puzzlestücke in ihrem Blog sehr gut erklärt.

Edit: Bei Anna findet ihr einen Schwester-Post über Aufwand/Kosten des Strickens verfasst und dabei auch einen Punkt erwähnt, den ich hier gar nicht bedacht habe, nämlich den Stundenlohn, der beim Handarbeiten anfällt. Außerdem hat sie sich die Mühe gemacht und die Twitter-Diskussion noch ausführlicher wieder gegeben.

Danke auch an Susanna, die das hier in den Kommentaren ebenfalls angemerkt hat. teiledesganzen hat sehr schön die einzelnen Arbeitsschritte aufgelistet, es lohnt sich sehr das ebenfalls zu lesen.

Samstag, 3. Mai 2014

Busy fashion bee

Ich weiß, ich habe euch und mein Blog in den letzten Wochen sträflich vernachlässigt und das tut mir auch mehr als leid. Eigentlich ärgert es mich sogar sehr, vor allem, dass auch die Fatty Challenge darunter leidet, aber ich hatte einfach keine Zeit und den Kopf voll mit sooo vielen anderen Dingen.

Wie ihr eventuell (wahrscheinlich?) mitbekommen habt, hatte ich mich ja entschieden Modedesign zu studieren und genau da liegt auch der Grund für die Funkstille hier - die Schule hat angefangen und ich habe viiiiieeeeel zu tun. Ich hoffe das wird sich alles noch ein bisschen einpendeln, aber ich war in den letzten Wochen so eingespannt und hatte ein bisschen Mühe die ganzen neuen Dinge, Menschen, Eindrücke und auch den vollen Zeitplan und das frühe Aufstehen zu verdauen. (Als Studentin und Langschläferin hat mich die Uni nur im Notfall mal vor 10 Uhr zu sehen bekommen, um morgens pünktlich an der Schule zu sein, falle ich jetzt bereits gegen 6 Uhr aus dem Bett.)

Mittlerweile habe ich mich in der Schule bereits etwas eingelebt und nur noch ab und an das Gefühl der totalen Überforderung. Fragt mich allerdings bitte nicht nach meinen Zeichnungen, die sind eher auf Grundschulniveau.... Abgesehen von meinem mickrigen Zeichentalent habe ich allerdings schon einiges gelernt und ein paar Fortschritte gemacht, was darin gipfelte, dass ich gerade dabei bin mir einen (sehr einfachen) Rock auf mein eigenes Maß zu nähen, den ich vorher von meinen Maßen berechnet, entworfen, gezeichnet, das Schnittmuster erstellt und dann auf Stoff gebracht und zu 90% bereits vernäht habe. Das klingt schwieriger als es ist, aber dafür, dass ich erst seit 6 Wochen auf der Schule bin, finde ich es schon ganz beachtlich.

Das heißt natürlich auch, dass wir ein ordentliches Pensum haben und ich auch zu Hause immer gut zu tun habe. Meine Sonntage gehen seitdem eigentlich immer komplett für Schulkram drauf, aber naja von nichts kommt nichts und es ist ja meistens auch interessant, spannend und macht Spaß, auch wenn ich oft fluche, weil manches nicht gleich so gut klappt, wie ich das gern hätte. Meine niedrige Frustrationsgrenze kommt mir da natürlich gern in die Quere. Überhaupt haben die ersten Wochen bei mir für einigen Stress und diverse kleinere und größere Panikattacken, Krisen und ein generelles Gefühl der Überforderung gesorgt. Das ist halt so, damit muss ich klar kommen. Bisher hat das auch sehr gut geklappt, ich verstehe mich mit den meisten in meiner Klasse gut und habe meist Spaß an dem was ich da tue. Besonders das Nähen mag ich, auch wenn ich da immer etwas chaotisch und verplant bin. Okay, das bin ich generell, aber da fällt es halt sehr auf.
Alles in allem bin ich aber ziemlich glücklich und zufrieden an der Schule und bin seeehr gespannt wie sich das alles weiter entwickeln wird. Es ist schon toll zu sehen, dass das was ich so schaffe am Ende dann tatsächlich funktioniert und sogar gut wird.

Es gibt an der Schule übrigens auch Exkursionen. So werden z.B. Stoffmessen in Paris oder Florenz besucht. Die nächste Exkursion ist jetzt im September. Es geht nach Paris zur Prèmiere Vision und ich würde wahnsinnig gern mitfahren, kann es mir allerdings nicht leisten, weil die Schule und alles was dazu gehört, so teuer ist. Wenn ihr mögt schaut doch mal auf meinem tumblr vorbei, vielleicht könnt/wollt ihr mir helfen, dass ich mir diesen Wunsch erfüllen kann. :)

Hier noch ein bisschen Picspam von meinem Instagram, eiiigentlich ist das fotografieren in der Schule zwar verboten (wie Essen/Trinken und Handys generell), aber dann könnte ich euch ja nichts zeigen. ;)

Das war in der Ausarbeitungszeit. Freitagnachmittag. Als alle schon nach Hause gegangen waren.  Wir modellieren Papierröcke, was ziemlich fummelig ist, allerdings sehr hilfreich um Schnitte zu verstehen.


Hausaufgaben am Küchentisch, weil ich noch keinen Schreibtisch habe. Und keinen Platz für einen Schreibtisch und meine Sachen. Ich hoffe wir können Ende des Jahre in eine größere Wohnung ziehen.


Stoff zuschneiden ist nicht gerade mein liebstes Hobby, vor allem ist meine Schere in der Mitte etwas stumpf. Empfehlungen für gute, nicht zu schwergängige Stoffscheren nehme ich gern entgegen. ;)

Freitag, 21. Februar 2014

Cut for Evans

Eigentlich bin ich schon eine gute Woche zu spät, die Kollektion gibt es ja nun schon einige Tage, aber nachdem mir die Sachen immer mehr gefallen, je öfter ich sie sehe, will ich die aktuelle neue Evans Kollektion doch kurz vorstellen.

Cut for Evans ist eine Kollektion die mit Designstudenten entwickelt wurde und erstaunlich trendy und mutig ist. Vor allem wenn eins in Betracht zieht, dass Evans in den letzten Jahren vermehrt auf eher schlichte Basicteile gesetzt hat und für mich teilweise schon etwas zu erwachsen daher kommt. (Ihr erinnert euch, ich bin die mit den rosa Haaren. ;)) Ich hatte mir immer noch mutige und ausgefallene Teile wie bei den beiden großartigen Beth Ditto Kollektionen gewünscht; da ist Cut wirklich ein großer Lichtblick.

Lustig ist allerdings, dass ich die Sachen auf den ersten Blick schon sehr cool fand, aber als "nichts für mich" abgehakt. Je mehr ich aber von den Sachen gesehen habe, also an Models und Bloggerinnen, desto mehr gefällt sie mir und mittlerweile würde ich mir auch die halbe Kollektion kaufen. Schaut mal hier beim Instagram und Facebook soo toll!
Bei Facebook spielten sich allerdings wahre Dramen ab, denn wie immer bei solchen Gelegenheiten, wo trendy/bunte/ausgefallene/kurze/figurbetonte/etc. Sachen für Dicke angeboten werden, gab es Stimmen, die meinten das könnten Dicke doch nicht tragen und es sei ja überhaupt nicht vorteilhaft etc. Allen ihr Recht auf ihre Meinung, aber ich finde es furchtbar arrogant anzunehmen, diese müsse allgemein gültig sein. Mode muss nicht zwangsläufig vorteilhaft sein, ich für meinen Teil trage lieber Kleidung die toll aussieht, als vorteilhaft.  Vor allem, was heißt denn vorteilhaft? Gemeint ist doch meist dünner und dafür gibt es von mir höchstens ein Augenrollen.

Lange Rede kurzer Sinn, hier kommt Cut.


Meine Leiblingsteile sind der Jumpsuit und die beiden Blusen mit passendem Rock und Hose. (Also fast die ganze Kollektion. xD)





 Wie gefällt euch die Kollektion? Ist was für euch dabei, oder sind euch die Muster zu wild? ;)

Samstag, 25. Januar 2014

Curvy is sexy - Hallo Berlin!

Anlässlich der Fashion Week in Berlin, gab es dort auch zum zweiten Mal eine eigene Plus Size Messe, die Curvy is sexy und da ich auch eingeladen wurde, war ich dabei. Da ich es irgendwie vorher noch nie nach Berlin geschafft hatte (tragisch, ich sag es euch!), war ich natürlich umso glücklicher, dass es jetzt endlich klappen sollte.
Übernachtet habe ich dann in einem Hostel in Kreuzberg, das zwar eine super Lage hatte, aber auch ein bisschen den Charme einer Justizvollzugsanstalt. Glamourös ist anders.

 Sonderlich bequem war es auch nicht, aber dafür hat es halt auch nicht viel gekostet.

Mittwoch ging es dann nach dem Frühstück (auch wieder unglamourös) mit der Ubahn Richtung Curvy is sexy. Hat auch alles super geklappt, bis auf die Tatsache, dass ich das Gebäude nicht gefunden habe und mein Handyinternet und somit auch mein geliebtes GPS nicht gingen. Daher bin ich erstmal eine halbe Stunde durch Berlin geirrt. Hmpf, sage ich da nur. Hmpf.

Als ich es dann endlich gefunden hatte, hat mich absolut bezaubernde Steffi am Eingang eingesammelt (was sehr toll für mich alte Sozialphobikerin war <3) und dann ging es auch direkt los. Ich habe so viele Bloggerinnen getroffen und auch an den Ständen so viele nette Frauen kennen gelernt, es war großartig. Leider habe ich sicher auch wieder die Hälfte der Name vergessen, das waren einfach viel zu viele auf einmal. 

Dafür ist mir aber viel tolle Mode in Erinnerung geblieben. Ich habe ja Berichte gelesen, in denen kritisiert wurde, dass es immer noch ziemlich viel altbackene Zipfelsachen gab, allerdings muss ich gestehen, dass ich davon nichts gesehen habe. Irgendwie haben alle Stände an denen ich war zwar nicht immer mit jedem Teil meinen Geschmack getroffen, aber wenn ich das, was ich gesehen habe, mit dem Zustand von vor ein paar Jahren vergleiche, liegen dazwischen Welten.
Es gibt einige neue Kollektionen, neue Marken, etablierte Marken, die auf den deutschen Markt wollen und ich habe überall sehr viel Motiviation und ehrliches Engagement gesehen. Ich denke wir sind definitiv auf einem guten Weg.

Eines der ersten Stücke, in das ich mich verliebt habe, war dieses mitternachtblaue Samtkleid (ein Träumchen, wo ich doch Samt eh so liebe) und seht ihr diese Fellstola mit der Brosche? Meine innere Diva war direkt hin und weg.


Kunstleder, Nieten, Karos, mehr davon bitte!

Es gab auch "Prominenz", auch wenn ich ehrlich gesagt am meisten an Jorges Hose interessiert war. Pailletten = Liebe. Ich hätte allerdings auch gern Menschen, die meine Haare richten oder meine Paillettenhose 2cm nach unten zupfen, wenn da was verrutscht. Okay, meistens würde mich das nur nerven, aber spannend so etwas aus der Nähe zu sehen.

Meine Fotos der Modenschau sind leider alle nicht besonders gut, dabei hatten wir so einen tollen Platz.

Noch mehr Liebe für dieses Spitzeoberteil von Zizzi. Ein kleiner viktorianischer Kragen, Spitze, lange Ärmel. Hach!

Junarose hat meine nächste Herbstjacke mitgebracht. Eine Fransenlederjacke will ich schon EWIG haben, aber wie das halt so ist, im Plus Size Bereich, auf manche Dinge muss eins einfach lange oder vergeblich warten. In dem Fall gibt es allerdings anscheinend ein Happy End und ich bin zumindest innerlich ein bisschen auf der Stelle gehüpft, als ich sie am Stand entdeckt habe.

Einen mittelschweren Girlcrush hatte ich übrigens bei der singenden Hostess und ihrem Outfit.

Steffi und Isabell inklusive Photobomb von Lu. Isabell war übrigens auf derselben Schule, die ich besuchen möchte. Ist die Welt nicht klein? (Und seht euch ihren Blog an, falls ihr den noch nicht kennt. Ich liebe ihren Stil!<3)

Sekt gab's auch. :D

Nach der Messe ging es standesgemäß und endlich mit genug Glamour in der Stretchlimousine zur Bestseller Party. Dort gab es dann unglaublich tollen Kuchen (für Kuchen bin ich ja immer zu haben) und wir haben uns noch ein bisschen in den anstehenden Kollektionen umgesehen. Gegen 23 Uhr war ich aber schon wieder im Hostel, war doch ein anstrengender langer Tag und mein unbequemes non-Glamour Bett hatte mir nicht viel Schlaf gegönnt.

Am nächsten Tag habe ich dann noch mit Mitfangirl Lucie eine Touritour durch Berlin gemacht. (Es sollte endlich das Beamen erfunden werden, es kann nicht angehen, dass überall in Deutschland so wunderbaren Menschen verteilt sind und ich die alle nie sehen kann!)
Zufällig kam am Brandenburger Tor gerade ein (Hummer-)Shuttle für die Curvy is sexy vorbei, abends hatten wir "nur" die "normale" Stretchlimo. Am Ende bin ich dann doch im Forever 21 gelandet, der im Vergleich zu Antwerpen aber echt popeligund etwas lieblos aufgemacht ist. Dafür liefert der Dunkin' Donuts, für mich Grund genug doch wirklich irgendwann mal nach Berlin zu ziehen. ;)
Das waren zwei super aufregende und spannende Tage und ich hoffe sehr, dass ich zur nächsten Fashion Week und Curvy is sexy wieder in Berlin sein kann. Dann muss ich aber unbedingt mehr darauf achten, dass ich auch alle Stände besuche, zu denen ich wollte, also früher da sein oder besser gleich 2 Tage einplanen. Und dann denke ich auch öfter daran Fotos zu machen. Ähem.
Mein komplettes Outfit und noch ein paar mehr Impressionen könnt ihr hier sehen und auch bei Jenny.

Noch ein paar abschließende, eher ernste Worte zum Schluss: Es gab ebenfalls einige Aufregung dass einige der Kollektionen bei 38 anfingen. Einerseits kann ich natürlich die Reaktion "Was? 38 ist schon Plus Size? Aber das ist doch nicht dick!" verstehen.
Natürlich ist eine 38 kein Plus Size, aber nur weil eins Teile aus einer Plus Size Kollektion tragen kann, macht das die Person nicht selbst Plus Size/dick/irgendwas anderes schlimmes und überhaupt, sehe ich es natürlich generell nicht als etwas schlimmes an dick zu sein. Schlimmer finde ich es, dass Plus Size Kollektionen teilweise schon bei 52 aufhören, wie z.B. die neue Mango Kollektion Violeta zu der Bethany bereits einen sehr guten Beitrag verfasst hat. Standard ist da 54 und je nach Schnitt und Teil falle ich mit meinen Hüften da auch schon raus. Mein Wunsch für die Zukunft ist also weiterhin, dass es aktuelle Mode gibt, die nicht ein jahr zu spät kommt und verwässert und vorteilhaft angepasst wurde und dass die Obergrenze bis zu der eins überhaupt Mode bekommt nochmal ordentlich nach oben gesetzt wird. Aber hey, ich bin optimistisch und ich bin ja, wenn alles gut läuft, in 3 Jahren Designerin, notfalls mache ich das eben selbst. ;)

Freitag, 20. Dezember 2013

PINK!

Ich habe in den letzten Jahren einen kleinen Farbmarathon hinter mir. Jahrelang war ich auf der Suche nach dem perfekten Arielle-Rot (Kinderfilme prägen eben doch), hatte ich sie zwischenzeitlich braun, rotblond, kupferfarben und dann wurde mir irgendwann langweilig und ich war türkis, lila, weinrot, petrol, dunkelrot etc. Aus einem mir unerklärlichen Grund (*hust*) kam dann letztens nach dem Mal rot färben grün zum Vorschein, was mich noch nicht sonderlich beunruhigt hat, bis es auch beim blondieren immer noch da war. Das stimmt nicht gerade fröhlich, wenn eins eigentlich auch rosa Haare abzielt.
Ich war dann sogar noch beim Friseur, damit die mir die Haare mal ordentlich blondieren und wurde noch grüner. Die Friseurin war etwas aufgelöst, aber ich habe mich halt einfach damit abgefunden grün zu bleiben. Da ist aber bereits eins Dose Pastel Pink Directions zu Hause hatte, habe ich die einfach mal aufgetragen. War leider viel zu hell und kaum sichtbar, aber mit der nächsten Dose (Carnation Pink) wurde es dann viel besser. Noch einen Hauch zu blass und an den ehemals grünen spitzen ein bisschen orange (fragt nicht...), aber schön. Jetzt wollte ich es etwas knalliger und habe einen Teelöffel Flamingo Pink dazu gemischt. Das Ergebnis ist nett, aber mir zu knallig, ich wollte es lieber Richtung Zuckerwatte. Stattdessen ist es


Zum Glück wäscht es sich ja schnell aus. Lange Rede, kurzer Sinn - hier meine momentane Haarfarbe. (Falls ihr die noch nicht von Instagram kennt.)


Übrigens freue ich mich gerade darüber, dass ich meine schön bunten Haare wohl nicht dem gesellschaftlichen Druck opfern muss, für irgendeinen blöden Job, den ich wahrscheinlich eh hasse und nur aus Geldgründen mache. Mit bunten Haaren ist eins ja gleich viel weniger seriös und leistungsfähig etc pp. (Gerade hier im spießigen Ba-Wü...) Aber, wenn alles klappt (sprich die Finanzierung, es fallen nämlich monatliche Gebühren an), besuche ich ab März eine Modeschule und kann ich dann (wenn noch mehr alles klappt) ab Ende 2016 staatlich geprüfte Modedesignerin nennen. Das isn Ding, oder? Wenn noch mehr alles klappt (wir sind langsam im Bereich von "Wunschtraum") kann ich euch dann irgendwann meine eigene Plus Size Mode präsentieren. Und da wird nix langweilig oder "vorteilhaft". Muahaha! (Aber bis dahin dürft ihr mir gern die Daumen drücken.)

Mittwoch, 6. November 2013

Guido, wir müssen reden!

Meine Twitterfollower wissen, dass ich hin und wieder gern Shopping Queen auf Vox mit Guido Maria Kretschmer schaue. In letzter Zeit allerdings deutlich weniger gern und das hat auch Gründe.

Diese Woche ist die Sendung auf den bisherigen Tiefpunkt zugesteuert. Es ist mal wieder Dickenwoche. Über Sinn oder Unsinn einer eigenen Plus Size Sendung kann eins sich  streiten, immerhin haben so alle Kandidatinnen ähnlich wenig Möglichkeiten, dank der mickrigen Auswahl in deutschen Innenstädten. Es ist nicht die erste Woche, in der Plus Size Kandidatinnen teilnehmen, aber bisher war es noch nie so extrem schlimm. Vielleicht sinken die Quoten, vielleicht meint die Redaktion sie müsse da mal ein bisschen Schwung rein bringen, ich weiß es nicht. Fest steht: Ich werde die Woche noch zu Ende schauen und dann erst mal eine lange, lange Auszeit von der Sendung nehmen.

Von Beginn an wurde zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit betont dass die Kandidatinnen dick sind (könnte ja vielleicht jemand übersehen...), inklusive aller Klischeebezeichnungen, jede wurde nach Essverhalten und Diäterfahrungen (inklusive thinspo-Methoden) befragt, es gab anekdotenhafte Beschreibungen von Diskriminierung, die allerdings von der Kandidatin weggelacht wurde. Das ist in den "normalen" Sendungen nicht der Fall, Essen und Gewicht werden dort höchstens im Nebensatz thematisiert. Abgesehen vom "Stylecheck" am Anfang der Sendung, bei dem Größe/Alter/Konfektions-/Schuhgröße/Gewicht aufgelistet werden und wo Guido kurz den Stil der Kandidatinnen bewertet und Tipps zu ihrem Figurtyp gibt. Auch nicht schön, aber immerhin wurde sich hier meist auf positives konzentriert. (Nachdem Guidos Buch zum Thema Figurtypen kürzlich erschienen ist, sehe ich das allerdings noch sehr viel kritischer. Das passt doch zu gut zusammen.) Diese Woche sah der Stylecheck allerdings in etwa so aus "Ab dem Knie hat sie ja echt tolle Beine und schön schlanke Fesseln. An jeder dicken Frau ist ja auch irgendwas hübsches. Die Haare, oder der Busen oder so." Danke Guido, dass ich mir jetzt irgendwas an meinem Körper aussuchen soll, das hübsch ist und dann noch sowas absurdes wie Fesseln! Auch zu sagen "In ihr steckt ja eine Dünne!" finde ich perfide und abwertend.

Die Gruppe selbst wirkt ungewöhnlich aufgekratzt und fröhlich. Das mag nun daran liegen, dass da halt 5 besonders fröhliche Frauen zusammen gekommen sind, die einen ähnlichen Humor haben und Spaß zusammen hatten, oder aber es sollte hier das Stereotyp des "lustigen Dicken" bedient werden. Dazu passen würden solche Auswüchse wie die Szene, in der die Kandidatinnen durch einen Garten gehen mit der Ansage "Lasst uns mal was zu Essen suchen!". Sie haben dann eine einzelne Erdbeere gefunden und die geteilt und mit einer großen Portion Schlagsahne gegessen. Das hat mich einigermaßen schockiert, weil eins so etwas von anderen Formaten zwar leidlich gewohnt ist, aber Shopping Queen bisher immer sehr wenig bis gar nicht gescriptet wirkte und mich normalerweise nur in Ausnahmefällen zum seufzen bringt. Die Zeiten scheinen leider vorbei zu sein.

Guidos Kommentare waren schon immer etwas scharfzüngig und tendenziell wertend und an der Grenze zum Beleidigenden. Dabei allerdings immerhin charmant und ich hatte nie wirklich das Gefühl dass die Kandidatinnen bewusst abgewertet wurden. Ich muss gestehen, ich mag Guido eigentlich sehr gern, umso trauriger finde ich das alles. Mittlerweile wirkt er allerdings zunehmend intolerant was Frauenkörper anbelangt, die nicht seinem Idealbild entsprechen. Ich kann seinen Anspruch als Designer, Frauen mit seiner Kleidung möglichst gut aussehen zu lassen zwar verstehen, aber Aussagen dass frau eine bestimmte Körperform (hint: sehr schlank) bräuchte um etwas tragen zu können, ist absolut nicht vertretbar und einschränkend. Wie er die heutige Kandidatin bewertet hat, kam es schon nah an einige der üblichen fettphoben Kommentare auf Twitter, die es bei solchen Sendungen immer gibt. Auch wenn das Kleid wirklich überhaupt nicht saß und gut aussah rechtfertigt keine Rants die letztlich die Kandidatin abwerten.
Außerdem gehen mir die Themen zunehmend auf die Nerven. Viel zu oft geht es darum zu beeindrucken, verführen, sexy zu sein. Natürlich meistens für Männer, weil wir Frauen tun ja grundsätzlich alles nur für Männer und wenn nicht, dann um andere Frauen neidisch zu machen und besser als sie zu sein. Heteronormativer Konkurrenzscheiß, bäh!

Ich bin wirklich sehr enttäuscht, weil ich die Sendung immer gern gesehen habe, aber wenn ich die Reproduktion von Vorurteilen, alberne Stereotypisierungen und Bevormundung von (dicken) Frauen sehen will, dann kann ich das nahezu überall in den Medien finden und brauche keine Sendung die mich unterhalten soll dazu.

Dienstag, 4. Juni 2013

Glam it up!

Es gibt manche Dinge, die sehe ich und die schreien dann laut meinen Namen. Meistens sind das auch Dinge, die selbst eher "laut" sind. (Ein Grund weshalb ich immer zu wenig Basics und dafür viele auffällige Teile im Schrank habe.)
Als ich kürzlich über eine goldene Leggings gestolpert bin, war es bei mir natürlich Liebe auf den ersten Blick. Gerade wo Discopants ganz groß im Kommen sind (und meine von New Look bestellte leider ein Flop war), steht die Leggings definitiv auf meiner to-buy-Liste! Gefunden habe ich sie bei Mia Moda, einem Onlineshop, der mir bisher noch kein Begriff war und der neben Hosen in großen Größen auch noch jede Menge anderer Kleidung und Basics im Angebot hat. Das Beste: Fast alles gibt es bis Größe 62, im Gegensatz zu den meisten anderen Shops, die bei Größe 54 oder 56 aufgeben.
Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, nehme ich die goldene, oder vielleicht doch lieber die in silber? Oder beide? Was meint ihr?


In gold könnte man sie ganz toll mit einem schwarzen Dip Hem Shirt kombinieren, einer Statementkette und auf jeden Fall mit goldenen Nieten.


In silber könnte man dafür einen ultracoolen 90er Spaceman-Look kreieren.  

Ach, all diese Möglichkeiten! :D Ich glaube, ich gehe nochmal in mich und überlege weiter, welche mir am besten gefällt.

Zusamenarbeit mit Mia Moda

Montag, 15. April 2013

OOTD: Neon Fluttershy

Passend zum schönen warmen Frühlingswetter heute mal wieder etwas Farbe. Irgendwie erinner mich das ganze Outfit dann an mein Lieblingspony (zusammen mit Pinkie Pie) Fluttershy. :D

Spring is finally here and I'm totally into colours at the moment. The outfit reminds me of my favourite pony (with Pinkie Pie) Fluttershy. :D



Dress: Bon Prix / Leggings: Sheego / Belt: Asos Curve  / Bag: Primark / Flats: Dorothy Perkins

Dienstag, 19. März 2013

Fatty Fashion Fun Challenge - Say "Hello" to spring

Meine FFFC Bilder sind dieses Mal wirklich in der letzten Minute entstanden, darum sind sie auch nicht so toll, aber das ist nun nicht zu ändern, außer ich würde meine Fotos erst nächstes Wochenende machen.
Der Frühling hat bisher nur eine kurze Stippvisite gemacht, im Moment ist es hier kalt und verregnet. Wäre es das nicht, hätte ich jetzt hübsche Fotos mit Tageslicht vom Samstag.

  
These are really last minute pictures for this months FFFC and they are not really good, but there is nothing I can so about it until net weekend.
It really isn't spring yet, it's rather rainy and cold, that's the reason I couldn't take some nice pictures with daylight on saturday.

 Shirt/Necklace: Forever 21+ / Skirt: New Look Inspire / Cardigan: Sheego / Shoes: Dorothy Perkins / Belt: Torrid





Sonntag, 17. Februar 2013

Der Keiderdrache aka meine Kleiderschrank-Inventur

Nachdem ich ein bisschen verschlafen hatte, dass ich an der Reihe bin (mal wieder typisch für mich...), kommt jetzt endlich mein Post dazu!
Die Idee kam bei Twitter auf und die anderen Beiträge könnt ihr bei Amélie, Katrin, Steffi, Jenny  und Mia sehen.
Ich muss sagen, dass ich prozentual gesehen wirklich viel von meinem Geld für Kleidung ausgebe. Bei weitem den größten Teil sogar. Es gibt einfach immer irgendwo ein Teil, das ich gerne haben möchte, nicht in Deutschland versteht sich, aber bei New Look und Asos könnte ich einfach Unsummen lassen. Darum platzen meine Kleiderschränke auch aus allen Nähten.
Mia hat das ähnlich beschrieben, es ist zum Teil das Gefühl, dass man so ein hübsches Teil einfach nicht mehr bekommt und es jetzt haben MUSS. Wenn ich überlege, dass ich den Großteil meines Lebens absolut unzufrieden mit und in meiner Kleidung war... Als dicker Teenager in den frühen 90ern hatte man wirklich extrem wenig Auswahl und das prägt. Manchmal komme ich mir vor wie ein Drache, der statt eines Goldschatzes Klamotten an sich rafft und dann darauf sitzt und nichts mehr hergeben will. Wobei ich immerhin noch ab und an aussortiere. ;)
Andererseits bin ich natürlich ziemlich eitel, habe das Privileg fast mein ganzes Geld für Unfug ausgeben zu können und liebe Mode. Außerdem ist mein Kleiderschrank ein bisschen ein Sparbuch für mich, wenn ich mal für irgendwas Geld brauche, verkaufe ich einfach was davon. (Ja, ich bin seltsam. ;))

Jetzt aber mal zum wichtigen Teil dieses Posts:

Meine Sachen sind auf zwei Kleiderschränke mit zusammen 2,80m verteilt, wobei der obere Teil des Kleineren Bettwäsche und Handtücher beherbergt. Ordnung herrscht da eher weniger und weil ich zu faul zum Bügeln und Falten bin, hängen die meisten Teile auf Bügeln. Außerdem habe ich noch eine Taschenkommode, in der auch meine Badeanzüge/Bikinis, ein paar Leggings, Handschuhe etc. verteilt sind. Schuhe sind im Moment in Sammelboxen unterm Bett und noch in Umzugskartons, weil wir ja hier keinen tollen Wandschrank haben und noch Schuhregale fehlen. Daher schätze ich die Schuhe zum Teil, weil die Kartons noch schön gestapelt hinter der Schlafzimmertür stehen.

Ich muss allerdings sagen, dass ich gedacht hätte, es wäre mehr, weil eben alles vollgestopft ist.

Kleider (& Tuniken): 83
Röcke: 28
Blusen/Hemden: 16
T-shirts: 30
Tops: 7
Pullover/Langarmshirts: 23
Oberteile: 12
Jumpsuits: 2
Hosen: 2
Jeans: 15*
Shorts: 3
Leggings: ca. 16
Strumpfhosen: unzählbar & viele Fehlkäufe
Shrugs: 4
Strickjacken: 10
Jacken/Mäntel: 16
Überwurfjacken/Kimonos**: 4
Blazer: 2
Schuhe: 70-90
Gürtel: 15
Bodies: 2
Bikinis/Badeanzüge: 6
Taschen: 60-70***
Schals/Tücher: ca 15

* darunter auch einige die nicht mehr/im Moment nicht richtig passen
** mehr oder weniger durchsichtige Jacken wie z.B. diese, diese oder diese
*** geschätzt, hatte ich vor ein paar Monaten mal gezählt  

Ich wollte eigentlich noch Fotos von den Schränken von außen machen, aber zum Einen ist das Zimmer noch nicht ganz fertig und zum Anderen ist auch nicht aufgeräumt. Ich bin halt nicht so ordentlich. :D So könnt ihr aber mal sehen, dass es Zeit wäre auszusortieren (NEEIIIINN!!) oder für größere Schränke (!!).


Ich weiß gar nicht wer jetzt dran ist, oder war ich schon das Schlußlicht?

Freitag, 8. Februar 2013

Plus Size Wishlist

 Eigentlich wollte ich ja schon vor Ewigkeiten bei der von Katrin ins Leben gerufenen Aktion mitgemacht haben, aber dann bin ich ja umgezogen und danach habe ich es irgendwie immer wieder vergessen. Praktischerweise ruft Bon Prix im Zuge eines geplanten Designcamps im März für Plus Size Blogger nun noch einmal dazu auf, seine Wünsche mitzuteilen. Unter den Teilnehmern werden dann die letzten drei Plätze verlost. Das nehme ich dann nun als Gelegenheit endlich mal in die Pötte zu kommen. ;)

Mein erster Wunsch: SAMT
Vielleicht ist der Trend schon wieder etwas vorbei, aber ich liebe Samt einfach. Am liebsten in Schwarz. Nur Pannesamt ist etwas heikel, der sieht schnell billig aus.

Das sind jetzt nur Kleider, gilt aber prinzipiell für alle Kleidungsstücke. Ich bin nun mal ein Fan von Kleidern, daher die etwas einseitige Präsentation. Die kleine Brustkorbkette gehört übrigens zum Kleid. <3

Das zweite Feld, das nicht genug abgedeckt wird. sind SHORTS
Ich liebe Shorts, leider ist die Auswahl in Übergrößen nicht besonders groß.


Der letzte Punkt ist eigentlich sehr vielfältig und fasst sich zusammen mit: MUTIG, AUSGEFALLEN, NAH AM TREND
Vielleicht der schwierigste Wunsch, weil die Devise oft immer noch "dick = unauffällig und schmeichelhaft anziehen" lautet.

Das sind nur ein paar meiner Wünsche. Eigentlich könnte ich noch ewig so weiter machen.

Die Fotos sind allesamt von Topshop, New Look, Miss Selfridge und River Island entliehen, gehören nicht mir und dienen als Beispiele.

Freitag, 7. Dezember 2012

NEU NEU NEU - Fatty Fashion Fun Challenge

Nachdem ich mich vom POD ja verabschiedet habe, aber so eine Aktion nicht missen wollte, habe ich nach einigem Brüten dann doch beschlossen selbst etwas zu starten. Parallel habe ich mitbekommen, dass Frollein Morchen auch etwas plant und so hat es sich natürlich angeboten, dass wir uns zusammen tun und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Nach einigen Emails und Ideenaustausch war dann die Fatty Fashion Fun Challenge geboren, die im Januar zum ersten Mal an den Start gehen wird. Der Einfachheit halber (und weil ich in nicht mal einer Woche umziehe, noch renovieren muss und meine Zeit leider viel zu knapp ist) kopiere ich euch einfach den Text vom FFF-Blog. (Der Blog ist noch sehr leer, weil wir ja noch nicht angefangen haben, aber das wird sich natürlich noch ändern.)

After I left the POD, I still wanted to be part of a similiar thing and after a bit of brooding I decided to start my own. At the same time Frollein Morchen began to plan her own challenge and so we just teamed up, threw all our ideas together and the Fatty Fashion Fun Challenge was born which will start in January. I'm moving to Heidelberg in a couple of days and we still have to refurbish our old flat so I have little time and will just copy/paste the text we both wrote for the FFF-blog. (The blog is pretty empty yet, because we haven't started yet but this will change in the next weeks.)

Also worum gehts genau?

Wir wollen mit euch eine Aktion starten in der wir lieben Mädels aus der Plus Size Sektion aktiv werden und Outfits posten. Denn Outfit Aktionen für dünne Mädels gibts ja schon viele! ;)

 We want to start a campaign and want all the lovely plus size ladies (and gents and everything inbetween) to join us posting outfits. There are plenty of these challenges with "normal" sized girls, but this one is for us. ;)


Kommen wir nun also mal zu den "Regeln"                                                                                        
So these are our "rules"
  • jede_r darf mitmachen, es sollte aber Plus Size sein d.h. ihr solltet mindestens eine 42/ 44 tragen  (UK 14/16 / US 12/14 / DE 42/44)
  • jeden Monat gibt es ein Thema 
  • Vorschläge zu den Themen dürft ihr jeder Zeit gerne an uns senden, wir losen das ganze dann aus (auch so das es jahreszeitlich sinnvoll ist ;) ein Weihnachtspost im Juli wäre ja komisch bis seltsam)
    einreichen könnt ihr eure Outfitbilder als Blogpost oder Mail immer bis zum 18. eines Monats bis 24 Uhr
  •  wir verlinken und veröffentlichen alle Beiträge mit Bildern hier auf der Hauptseite des Blogs an jeden 19. eines Monats
  •  es gibt keine feste Teilnehmerliste ihr dürft uns ohne Anmeldung eure Bilder und Links mailen immer dann wenn ihr euch entscheidet mit zu machen, ihr müsst euch nicht extra abmelden wenn ihr mal nicht mit macht
  • Falls ihr selber eure Outfits auf eurem Blog veröffentlich würden wir uns sehr freuen wenn ihr diesen Blog hier erwähnt und verlinkt 
  • und wenn ihr ganz lieb seid verlinkt ihr auch alle anderen Teilnehmer

  •  everyone is allowed to participate, as long as you are minimun size UK 14/16 / US 12/14 / DE 42/44
  • there will be a new theme every month
  •  you are more than welcome to send us suggestions of themes you would like, we'll make a raffle then (though season related topics will assigned by us, no christmas party in July, sorry ;))
  • you can send your outfit fotos via mail (so you actually don't need a blog to participate!) to us or send us a link to your blogpost, which is due every 18th of a month (0:00 AM CET)
  •  we'll post your links or picture on every 19th of a month
  • there will be no fixed list of entrants and you don't neither need to register yourself if you want to join nor de-register when you don't want to participate anymore or just want to pause for a while. Just send us your link/picture in time and you'll be aboard
  • if you do participate with your own blog, we would like you to link back to this blog
  •  maybe if you want to link to all other bloggers who are participating, which would be rad
Wie ihr merkt ist das Ganze ganz freiwillig ohne viele Verpflichtungen
As you can see, there will be a lot of fun and not to many rules to follow.

Wir freuen uns wenn wirklich viele mitmachen!
 We would be very happy if many people like our idea and would like to join us!
Die ganze Aktion haben wir bewusst spaßorientiert und ohne viele Regeln gehalten. Kein Stress, niemand wird ausgeschlossen, nur Spaß und Mode und hoffentlich kein Drama.

Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, könnt ihr uns natürlich immer gerne schreiben. Emailadressen wird es auf dem FFF-Blog geben, ansonsten hier, per Kommentar oder Twitter.
Außerdem fehlt uns noch ein Logo. Da wir beide leider auf dem Gebiet sehr unbegabt sind wäre es toll, wenn jemand von euch da etwas basteln könnte. Ideen sind da, aber das Talent fehlt halt. ;) Unsere ewige Dankbarkeit und Lobpreisungen sind euch gewiss.

We decided to make the whole thing without too many rules and much more fun-oriented. No stress, no one will be excluded, it'll be only fun and fashion and hopefully no drama.

If you have any questions, dont hesitate to write us. Our emailadresses will be on the FFF-blog, but you can also comment here or @ us on Twitter.
We also don't have a logo yet, because we both have little talent in that area, so if one of you could build one, we would be more than happy. Our eternal gratitude and extolment (yes I had to look this up) will be yours.


Ihr habt also bis hier hin gelesen und wollt mitmachen? Klasse! Dann schickt uns eure Themenvorschläge!  (Ich habe es sogar endlich geschafft eine eigene Mailadresse für den Blog anzulegen, ich bin ein bisschen stolz auf mich!)


So you read all of this and want to participate? Great! Then send us your suggestions for topics you'd like! (I finally managed it to get an email adress for the blog, I'm a bit proud of myself!)

Sonntag, 11. November 2012

Inclusive - und dann?

Diesen Post will ich jetzt schon seit Wochen verfassen, war aber bisher immer zu faul. Glücklicherweise hat Pausbacke jetzt über sehr ähnliches Thema geschrieben und Katrin plant auch einen ähnlichen Beitrag, also kommen jetzt endlich meine Gedanken zum Thema Plus Size Mode in Deutschland und Exklusivität, die nicht immer was Gutes bedeutet.

Es ist ja nun bereits eine ganze Weile her, dass H&M ihre Inclusive Kollektion heraus gebracht hat, die es in "allen" Größen von 32 bis 54 gab. Für jeden das Gleiche also, ohne kleine BIB Ecke, mit vielen lieblos designten Sackteilen.
Ich war damals sehr euphorisch, denn einige Teile gefielen mir sehr und tun dies heute auch noch. Allerdings war ich auch zeimlich sicher, dass dies am Ende nur eine modische Eintagsfliege sein würde und sich in Sachen H&M+ nicht viel tun würde und leider sollte ich Recht behalten. Das sieht man nicht zuletzt an der aktuellen "Grey" Kollektion, die es sage und schreibe bis Größe 40 (!!!) gibt.

H&M (und fast alle anderen Anbieter) besteht leider weiterhin darauf, dass man als dicker Mensch gefälligst die paar Bröckchen zu nehmen hat, die man hingeworfen bekommt. Das heißt in erster Linie, dass das Frustrationslevel sehr hoch ist. Ich war die Tage in Mannheim und bin dort in den H&M. Reingelockt hatte mich der Aufbau direkt am Eingang mit vielen Pailetten und Glitzer. Ich bin da wie eine Elster, wenn etwas glitzert bin ich interessiert. Da laufe ich also an dem Glitzer vorbei, sehe links noch einen großen Stapel mit Lurex Pullovern in tollen Bonbonfarben, als mir plötzlich wieder einfällt, dass ich ja dick bin und damit in den Augen der Modeindustrie solche Klamotten nicht tragen möchte. Oder mich nicht traue. Oder vielleicht nicht einmal verdiene. Denn das ist es doch, was mir die hiesige Modeindustrie vermittelt. Jedenfalls habe ich auf dem Absatz kehrt gemacht und bin wieder raus, die Übergrößenecke kennt man ja in und auswendig.

Im Gegensatz zum großen Angebot in den "regulären" Größen. Ich hasse es, wenn ich durch den H&M gehe und tolle Teile sehe, die ich sofort tragen würde, aber dann an ihnen vorbei gehen muss um zur Dickenecke zu kommen. Es kommt mir so vor, als sitzen da ein paar Designer zusammen, die sich freuen, dass sie gerade eine ganz tolle neue Kollektion designt haben und dann kommt ein Spielverderber um die Ecke und ruft in den Raum. "Sorry Leute, wir müssen ja noch ein paar Fummel für die Dicken entwerfen, vergesst mal alles was ihr eben gemacht habt und dann geht's los!" (Natürlich gibt es auch mal ein paar hübsche Sachen in der H&M+ Kollektion, aber die sind eher die Ausnahme.)
Nicht dass man viele der Teile nicht auch einfach ein paar Nummern größer machen könnte, ohne den Schnitt verändern zu müssen, sodass sie auch für dicke Menschen problemlos tragbar wären. Das regt mich bei Primark auch immer sehr auf. (Ich weiß, ist eine irische Kette, aber eben sehr präsent auf dem deutschen Markt, wie H&M ja auch.) Eine Größe 20 (dt. 48) ist knapp unter dem in das ich mich reinquetschen könnte. Warum nicht einfach noch 3-4 Nummern größer? Weil das keiner kaufen würde? Haha?

Ich will gar nicht nur auf H&M herumhacken, das Problem betrifft ja nicht nur sie, dort gibt es immerhin eine Übergrößenkollektion. Bei 90% der Geschäfte in der Stadt geht man jenseits der magischen 42/44/46 ja direkt mal ganz leer aus. Es ist sogar soweit, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man als dünnerer Mensch einkaufen gehen kann, wenn jeder Laden tolle Kleidung in deiner Größe anbietet, wie kann man sich da entscheiden? So viel Überfluss kann ich mir nicht mal vorstellen.

Meine Einkaufserlebnisse, wenn ich in der Stadt bin, sind eher so, dass ich lustlos durch den M&S schlendere, mich ärgere, dass dort alles eher für ältere Semester designt ist und dass sie die Obergrenze von 54 auf 52 herabgesetzt haben. Dann vielleicht einmal in die Clockhouse XL Ecke bei C&A, bloß schnell an der normalen Dickenabteilung vorbei und eventuell dann nach H&M, vielleicht ist ja ein Wunder geschehen. Ulla Popken meide ist in der Regel ganz. Zu teuer, zu altbacken - nein danke.

Wenn ich dann doch mal auf der Suche nach Accessoires in normale Klamottengeschäfte gehe, husche ich meist nur schnell durch, weil ich mich da nicht wohl und schon gar nicht willkommen fühle. Sondern eher wie ein Eindringling, der dort nichts zu suchen hat. Im Endeffekt bin ich es doch auch, würden sie sonst nicht daran denken vielleicht auch Sachen in meiner Größe anzubieten?
Eine schwachsinnige Überlegung natürlich. Mein Geld ist nicht schlechter, als das von dünneren Menschen, aber dennoch scheint die deutsche Modeindustrie in dem Punkt im Dornröschenschlaf zu verweilen, was ich beim besten Willen nicht verstehe. Nicht nur, dass man als Konsument unzufrieden ist, aus wirtschaftlicher Sicht ist das doch auch völlig sinnfrei diese ganze wachsende Zielgruppe einfach links liegen zu lassen. Es heißt doch immer so drohend, dass die Menschen immer dicker werden, wo bleibt also das Angebot?

Da ist man in UK schon weiter. Natürlich kann man argumentieren, dass man dort eh modischer ist als hier, aber entscheidend ist doch das Gefälle zwischen "normalen" und Übergrößen. Wenn ich mir z.B. New Look, Asos Curve, Littlewoods oder Simply Be (wohlegemerkt das britische, das deutsche ist teilweise doch sehr abgespeckt und überteuert) ansehe, dann finde ich dort schon vieles das mir richtig gut gefällt und nicht nur schlimm gemusterte Säcke. Aus genau diesem Grund landet mein Geld dann auch dort und nicht in deutschen Geschäften.
Ich weiß jetzt nicht ob es dort wesentlich mehr dicke Menschen als hier gibt und auch dort ist nicht alles perfekt, aber man ist wesentlich weiter als hier.
Zum Glück kann man in Zeiten des Internets und von Paypal natürlich dort auch einkaufen, aber es ist eben doch schön, wenn man direkt anprobieren kann, keine Versandkosten zahlen muss und auch nicht für den Rückversand nach UK aufkommen muss. Wie viel toller es ist, viele schöne Kleider anprobierbereit in einem Laden zu haben, habe ich in Antwerpen gesehen.

Schöne Kleidung kann einem so viel an zusätzlichen Selbstbewusstsein geben. Umgekehrt weiß ich aus jahrelanger leidvoller Erfahrung, wieviel schlechter man sich fühlt, wenn man immerzu gezwungen ist Kleidung zu tragen, die einem nicht gefällt oder die bestenfalls einen Kompromis darstellt. Gleichzeitig ist das doch ein riesiger ungenutzter Markt, warum nicht eine Win-Win-Sache daraus machen?

Es ist in den letzten Jahren besser geworden, aber es ist noch ein weiter Weg. Also, Modeindustrie, krieg deinen Hintern hoch und mach uns glücklich!